Alles bio oder was…

Ich hatte vor Kurzem ein interessantes Gespräch mit einer neuen Kundin. Sie fragte mich, da sie neu im Biobereich wäre, ob unser „bio“ nun besser als das „bio“ beim Discounter sei, da wir ja teurer wären und sie dem Discounter-Bio nicht so vertrauen würde.

Rein auf dem Papier ist unser Bio und das Discounter-Bio erstmal gleich, da alle Waren nach der EG-Bio-Verordnung angebaut bzw. hergestellt worden sind d.h. auf den gleichen Standards beruhen, doch es gibt ein großes ABER…

…aber der größte Teil der Hersteller, die wir führen sind seit 30 bis 40 Jahren im Biomarkt, darunter Marken wie Allos, Bohlsener Mühle, Davert, Lebensbaum, Rosengarten, Söbbeke, Zwergenwiese. Deren Existenz beruht auf „Bio“ und sie sind vor dem entsprechendem Hintergrund gegründet worden d.h. der Anspruch bei Waren und Herstellung ist ein sehr hoher. Dieses kann auch an den Zutatenlisten abgelesen werden und dass diese Firmen 100% bio sind.

Die Hersteller, die für die Discounter Bio-Produkte herstellen, sind in der Regel „konventionelle“ Hersteller, die sich dafür zertifizieren lassen, die Rohstoffe mit Bio-Zertifizierung auf dem Weltmarkt einkaufen und auf ihren freien Maschinenkapazitäten produzieren. Sie sind also weder 100% bio, noch ist das Ganze auf Langfristigkeit ausgelegt.

Darüber hinaus führen wir natürlich Produkte, die nach höheren Standards der Anbauverbände wie Demeter oder Bioland hergestellt wurden und die eine wesentlich höhere Qualität aufweisen.

Als ich dieses gegenüber der Kundin erwähnte, sagte sie mir, dass sie doch wenig Demeter-Produkte Sortiment finden konnte.

Da kommen wir zum zweiten Punkt: Wir würden liebend gern „nur“ Produkte im Sortiment haben, die regional und zudem nach Bioland- bzw. Demeter-Richtlinien angebaut bzw. produziert worden sind.

Doch dann hätten wir ein spärliches Sortiment aus ausgewählten Produkten, es gibt z.B. keine Schokolade in Demeter-Qualität. Zudem wären wir bei reinen Demeter-Produkten im Fleischbereich in einer anderen Preisklasse, die es schwer zu verkaufen ginge.

Unter diesen Voraussetzungen wäre kein wirtschaftliches Betreiben des Geschäfts möglich.

So müssen wir einen Kompromiss aus all diesen Dingen schließen d.h. ein Vollsortiment mit möglichst vielen Produkten, die auf Anbauverbands-Standard sind und Bevorzugung von „altbewährten“ und „vertrauensvollen“ Marken.

So sind wir in den letzten zehn Jahren ganz gut gefahren und werden es auch weiterhin tun.

Leider müssen wir daher sagen: Bio ist nicht gleich bio!!!

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